Chinas Chance, die US-Wirtschaft zu überholen, steht in Xis nächster Amtszeit auf dem Spiel.

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Auf dem alle fünf Jahre stattfindenden Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas, auf dem Präsident Xi Jinping voraussichtlich bis mindestens 2027 komfortabel regieren wird, werden die vorliegenden Leitlinien mitentscheidend dafür sein, wie schnell China das US-Wirtschaftssystem überholen wird, oder ob dies überhaupt jemals gelingen wird.

Bloomberg Economics hat vier Szenarien für Chinas Finanzsystem über die Jahrzehnte hinweg entworfen, wobei im Basisszenario ein Wachstum von 4,61 Billionen US-Dollar im Vergleich zum Normalwert im folgenden Jahrzehnt angenommen wurde. Laut ihrem Modell ist ein Ausgabenwachstum von über 51 Billionen US-Dollar in diesem Zeitraum – wie vor der Pandemie erwartet – aufgrund der anhaltenden Auswirkungen der „Covid Zero“-Maßnahmen, eines früheren Geburtenrückgangs als ursprünglich angenommen und einer geringeren Finanzierung infolge eines stetig schrumpfenden Immobiliensektors nun unerreichbar.

Sollte der Abschwung auf dem Wohnungsmarkt stärker ausfallen als erwartet und die Covid-19-Beschränkungen über das Jahr 2023 hinaus andauern, könnte der BIP-Boom im folgenden Jahrzehnt auch unter 41 % der BIP-Wachstumsrate fallen, was bedeutet, dass China die Vereinigten Staaten voraussichtlich erst Mitte der 2030er Jahre überholen wird und jeder Vorteil sich durchaus umkehren könnte, wenn die demografische Entwicklung ein Jahrzehnt später zu einem Problem wird.

Wenn China diese beiden Hemmnisse überwinden, weiterhin in die Fertigung investieren und seine qualifizierten Arbeitskräfte die Produktivität steigern können, wird eine Verzweigungsrate von über 51 TP3T wieder Realität werden, was zu einem schnelleren Aufstieg an die Spitze führen wird.

Angesichts Xis langjähriger Erfolgsbilanz wäre es riskant, seinen Erfolg infrage zu stellen. Chinas Finanzsystem hat sich seit 2010 mehr als verdoppelt. Als Xi 2012 sein Amt antrat, diskutierten Ökonomen, ob China in die “Grundeinkommensfalle” geraten könnte. Seitdem haben Chinas Pro-Kopf-Einkommen jedoch jene vergleichbarer Länder wie Argentinien und Russland übertroffen und den Höhepunkt dessen erreicht, was die Weltbank als “exzessive Löhne” definiert.

Die erreichten Reformen sind unbefriedigend. Xi wird das Rentenalter anheben, die Steuern für Wohlhabende erhöhen müssen, um eine bessere Bildung und Gesundheitsversorgung zu finanzieren, und den Widerstand lokaler Regierungen überwinden müssen, die Migranten aus verschiedenen Teilen Chinas keine öffentlichen Dienstleistungen anbieten wollen. Der riesige Finanzsektor wünscht sich eine grundlegende Reform ebenso sehr wie die Gewissheit, dass die Gelder an die besten Organisationen fließen, und private Unternehmen, die viele Arbeitnehmer des Landes beschäftigen, sollten im Wettbewerb mit staatlichen Anbietern fairer agieren können.

Die Geschichte geht weiter

Basierend auf der Analyse von Chang Shu und Eric Zhu von Bloomberg Economics werden im Folgenden vier Szenarien für Chinas Finanzwachstum im nächsten Jahrzehnt vorgestellt. Basisszenario: Ein Jahrzehnt Wachstum zwischen 4 und 51 Tsd. BIP.

Die „Covid-Null-Politik“ schädigt Chinas Finanzsystem und veranlasst einige Ökonomen, ihre BIP-Prognosen für dieses Jahr auf unter 31 % des Vorjahreswertes zu senken. Solange diese Politik fortgesetzt wird, bestehen kaum Möglichkeiten für ein starkes Wachstum.

Chinesische Regierungsexperten haben erklärt, dass die Politik entspannter gestaltet werden kann, sobald zufriedenstellende klinische Instrumente, darunter käufliche 2D-Technologiebehandlungen und Impfstoffe, verfügbar sind. Das Basisszenario von Bloomberg Economics geht von einer schrittweisen Lockerung ab dem zweiten Quartal 2023 aus.

Chinas demografische Herausforderung stellt ebenfalls eine Einschränkung dar, da der Bevölkerungsrückgang schneller eintritt als ursprünglich prognostiziert. Für die Wirtschaftsleistung ist jedoch die Bevölkerungsgröße entscheidend, und die Tatsache, dass die Menschen länger leben – die Lebenserwartung übertrifft mittlerweile die der USA –, ermöglicht es ihnen, länger zu arbeiten.

Während das Renteneintrittsalter in China derzeit je nach Geschlecht und Beruf zwischen 50 und 60 Jahren liegt, könnte die Erwerbsbevölkerung in diesem Zeitraum bei etwa 760 Millionen Menschen bleiben, wenn es im Laufe des nächsten Jahrzehnts schrittweise auf 65 Jahre angehoben würde.

Mit steigendem Wohlstand gewinnt das Potenzial der Arbeitskräfte – das sogenannte Humankapital – zunehmend an Bedeutung für die Produktivität und bietet China einen wirtschaftlichen Ausgleich für den drohenden Bevölkerungsrückgang. Berufseinsteiger sind deutlich besser ausgebildet als ihre Vorgänger: China wird dieses Jahr über 10 Millionen Hochschulabsolventen hervorbringen, fast doppelt so viele wie noch vor zehn Jahren.

“In China bricht eine wahre Ausbildungsflut los”, sagt Bert Hofman, ehemaliger China-Direktor der Weltbank und jetziger Leiter des Ostasien-Instituts in Singapur.

Nicht alles dreht sich um Universitäten. Der Anteil junger Menschen im Alter von 25 bis 60½ Jahren mit überdurchschnittlicher Schulbildung ist auf 371½ Prozent gestiegen und soll bis zum Ende dieses Jahrzehnts mindestens 501½ Prozent erreichen – womit er sich dem Niveau von Ländern wie Portugal annähert –, sofern Peking die Ausgaben für Bildung weiter erhöht.

Allerdings bietet die Finanzierung erhebliches Wachstumspotenzial. China hat in den letzten Jahren einen größeren Anteil seines BIP investiert als jede andere große Nation. Auch wenn ein Großteil dieser Investitionen keine hohen Renditen abwirft, bleibt die durchschnittliche Kapitalrendite – ob im Wohnungsbau, in der Infrastruktur oder im verarbeitenden Gewerbe – weiterhin gut. Die Kapitalrendite im chinesischen Industriesektor liegt sogar noch rund 61,3 Billionen US-Dollar über dem Durchschnitt. Ein Beispiel: Der von Regierungen geförderte und mit Unterstützung von Konzernen wie BYD und Nio entwickelte Boom bei Elektrofahrzeugen hat China zu einem internationalen Marktführer in diesem aufstrebenden Geschäft gemacht. Hofman schätzt, dass China selbst mit minimalen Wirtschaftsreformen bis 2035 jährlich um 31,3 Billionen US-Dollar allein durch seine Sachinvestitionen wachsen könnte.

Um dies zu erreichen, sollte China seine derzeit hohen inländischen Preisnachlässe beibehalten, das Geld aber eher Produktions- und Reparaturunternehmen als Immobilienunternehmen zuweisen.

Die anhaltende Schwäche des Wohnungsmarktes stellt eine weitere wesentliche Wachstumsbremse dar. Im Basisszenario geht man von einem kontinuierlichen, allmählichen Rückgang der Wohnungsbaufinanzierung aus – was notwendig ist, um Angebot und Nachfrage in Einklang zu bringen –, jedoch kommt es nicht zu einem Einbruch. Die Verlangsamung des Wohnungsmarktes setzt Ressourcen frei, die in produktivere Bereiche investiert werden können.

Und obwohl Chinas beispielloses Wachstum im Wohnungsbau der Vergangenheit angehört, besteht weiterhin eine hohe Nachfrage nach Wohnraum. Chinas Urbanisierungsausgaben – derzeit vergleichbar mit der Stadtentwicklung der USA in den 1950er Jahren – haben noch Wachstumspotenzial: Bis 2025 werden jährlich rund 10 Millionen Amerikaner in die Städte ziehen. Dieser Prozess wiederum steigert die Produktivität, da Arbeitnehmer in Städten ihr Potenzial leichter gemeinsam mit anderen Mitarbeitern entfalten können.

Chinas Wirtschaftslage ist mittlerweile so günstig, dass der Exportboom den Druck der ausländischen Nachfrage nicht mehr aufrechterhalten kann. Peking braucht Reformen, um sicherzustellen, dass chinesischsprachige Unternehmen das Potenzial des enormen Binnenmarktes ausschöpfen und die Konsumausgaben weiter steigen können. Hier greifen Xis zentrale Politiken der “dualen Zirkulation” und des “typischen Wohlstands”. Die zweite Maßnahme zielt darauf ab, zusätzliche Investitionen in ärmere Regionen zu lenken und die Gesundheitsversorgung gerechter zu gestalten – was voraussichtlich höhere Steuern für Wohlhabende erfordert.

Laut Bloomberg Economics ist der größte Wachstumstreiber im kommenden Jahrzehnt die Gesamtproduktivität der Produktionsfaktoren. Gemeint sind Anpassungen, die einen effizienteren Einsatz von Arbeitskräften und realen Finanzmitteln ermöglichen. Ein Beispiel hierfür ist die Einführung neuer Technologien.

Prognosen hierzu sind schwierig, doch vergleichbare Indikatoren für Ausgaben für Forschung und Entwicklung, wissenschaftliche Publikationen und Patente zeigen einen deutlichen Anstieg. China investiert mittlerweile einen größeren Anteil seines BIP in Forschung und Entwicklung als viele europäische Länder.

Ein zusätzlicher Schub ergibt sich durch den Wechsel von Arbeitskräften von Tätigkeiten, die Güter und Fähigkeiten zu niedrigeren Preisen produzieren, hin zu solchen, die höherwertige Güter und Fähigkeiten herstellen. Ein positives Umfeld: Der Anteil der Beschäftigten in der Landwirtschaft hat jedoch noch Potenzial, von derzeit rund 251.300 auf einen Wert zu sinken, der sich dem Durchschnitt von 31.300 in fortgeschrittenen Volkswirtschaften annähert. Unternehmen wie ByteDance Ltd., Eigentümer von TikTok, haben Landwirten geholfen, sich als Live-Streamer zu etablieren.

Unter Xi Jinping haben sich auch die Marktinstitutionen grundlegend verändert. Hindernisse für die Förderung von Arbeit, Unternehmensbeteiligungen sowie der von den Menschen produzierten Güter und Fähigkeiten wurden abgebaut. Zwei Beispiele: Seit 2020 haben chinesischsprachige Amerikaner das Recht, in Städten mit weniger als drei Millionen Einwohnern Wohnraum zu erwerben und bestimmte Privilegien in Anspruch zu nehmen – eine Regelung, die sich mittlerweile stetig auf größere Städte ausweitet. Die Anzahl der in chinesischsprachigen Ländern gegründeten Unternehmen ist in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen. Es ist zu erwarten, dass sich diese Reformen fortsetzen werden.

Pekings verschärfte Regulierungsmaßnahmen gegen Unternehmen wie Alibaba und Tencent in den letzten Jahren deuten darauf hin, dass die Regierung etablierten, aber zu großen Unternehmen mit Argwohn begegnet. Dennoch benötigt Xi Jinping einen florierenden Binnenmarkt. Die Regierung hat daher Richtlinien erlassen, um den Zugang zu Krediten für kleine und mittlere Unternehmen zu vereinfachen, die Unternehmenssteuern zu senken und die Regelungen zur Kennzeichnung von Unternehmen mit dem “rosa Band” zu lockern. Peking unterstützt Tausende von „kleinen, aber dennoch großen“ Unternehmen, die ihren Ursprung in den USA haben, mit Finanzhilfen und Steuervergünstigungen, die eigentlich für Unternehmen gedacht sind, die Patente in China anmelden.

“Die größte Unbekannte ist, ob die Bemühungen der Geburtstagspartei, ihren bevorzugten Rohstoffen aus dem Tiefsektor zu helfen, einen ausreichenden Anstieg bewirken können, um die negativen Auswirkungen ihres Vorgehens in anderen, weniger bevorzugten Bereichen auszugleichen”, sagt Chang-Tai Hsieh, Wirtschaftswissenschaftler an der Universität von Chicago.

Chinas Privatunternehmen sind tendenziell produktiver als ihre staatlichen Pendants. Dies liegt an der Vielzahl leistungsschwacher, einheimischer Staatsbetriebe. Pekings Abhängigkeit vom Staatssektor zur Leistungssteigerung während der Pandemie hat die Wettbewerbsbedingungen laut Margit Molnar, Leiterin des Büros der China Corporation for Economic Cooperation and Construction, deutlich ungleicher gemacht. Während Xi Jinping Staatsbetriebe in als strategisch wichtigen Wirtschaftssektoren unterstützt, lässt er gleichzeitig zu, dass benachbarte Staatsbetriebe in nicht-strategischen Sektoren in außergewöhnlich hohem Maße scheitern.

Eine Verzögerung der staatlichen Mehrheitsbeteiligung an nicht-strategischen Sektoren wie Motels, Gastronomie, Einzel- und Großhandel würde das langfristige BIP pro Kopf um 1,31 Billionen US-Dollar erhöhen, im Einklang mit den OECD-Vorgaben. “Es gibt so viele Bereiche, in denen Reformen die Produktivität steigern können”, sagt Molnar.

Bloomberg Economics geht in seinem Basisszenario von einer schrittweisen Entkopplung von den USA aus, wobei die Hyperlinks sicherlich nicht wieder das Niveau vor der Pandemie erreichen werden. Entscheidungsträger in Europa und Ostasien betonen jedoch, dass eine Entkopplung von China nicht ihr Ziel ist. Das bedeutet, dass der fortgesetzte Handel mit führenden Volkswirtschaften weltweit weiterhin ein Wachstumsmotor sein wird.

Da die BIP-Zahlen in US-Dollar verglichen werden, könnte Chinas Streben nach dem #1-Status von der Entwicklung der Handelspreise beeinflusst werden. Sollte China seine riesigen Finanzmärkte weiterhin für ausländische Käufer öffnen, würde eine Stärkung seiner Währung den Aufwärtstrend weiter beflügeln.

Bärenfall: langsamer als 4%

Die chinesische Regierung hat sich hinsichtlich des Zeitpunkts der vollständigen Erholung nach der Covid-19-Pandemie vage geäußert. Im ungünstigsten Fall ist es bedenklich, bis 2024 zu warten, da dies mindestens ein weiteres Jahr mit sehr geringem Wachstum bedeuten würde, was langfristige Auswirkungen auf die Produktivität hätte, da arbeitslose Arbeitnehmer die Möglichkeit verpassen, ihre Qualifikationen zu erweitern.

Die Rücknahme von Rentenreformen (selbst autoritäre Regierungen wie die Russlands mussten ihre Entscheidung zur Anhebung des Rentenalters revidieren) lässt vermuten, dass die Technik erst im Jahr 2040 vollständig umgesetzt sein wird und die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter im Laufe des Jahrzehnts folglich stark zurückgeht.

Eine Abschwächung des Wohnungsmarktes könnte – bei schlechtem Management – zu einem noch stärkeren Rückgang der Finanzierungen führen. Im schlimmsten Fall für Peking könnte sich der Finanzierungsrückgang schnell auf die Stadtviertel auswirken und zwischen 2022 und 2024 zu einem Rückgang von 201.300 Billionen Pfund führen. Ein anderes Szenario sieht vor, dass die Regierung zu stark konjunkturelle Maßnahmen ergreift und die staatliche Unterstützung ausläuft, was zu einer noch stärkeren Abschwächung führt, die durch ein noch größeres Wohnungsangebot zusätzlich beschleunigt wird.

Eine überraschende Entkopplung seitens der USA, die Sanktionen gegen China in ähnlichem Ausmaß wie gegen Russland nach sich ziehen würde, könnte Chinas Wirtschaftswachstum gefährden. Da die Folgen für die Weltwirtschaft für Washington wahrscheinlich zu gravierend wären, um diesen Weg einzuschlagen, würde eine aggressivere Entkopplung – beispielsweise Beschränkungen wie jene gegen Huawei für alle chinesischen Technologieunternehmen – einen zusätzlichen Schub verleihen.

Die Horrorszenario: Wachstum unter 31 TP3T

Xis erfolgreicher Ansatz der letzten fünf Jahre bestand darin, das Risiko einer Finanzkrise durch die Regulierung von Schattenbanken und die Eindämmung des Schuldenbooms zu verringern. Dennoch gibt es im Bankensystem weiterhin viele notleidende Kredite, und wenn die Immobilienpreise einbrechen und viele Banken oder lokale Regierungen Staatshilfen fordern, könnte sich das Wachstum deutlich verlangsamen.

Die Probleme könnten sich weiter verschärfen, wenn sich die Verbündeten der USA an den Entkopplungsbemühungen beteiligen. Laut einer Einschätzung des Overseas Fiscal Fund könnte Chinas Wirtschaftsleistung bis 2030 um bis zu 81.300 Tonnen niedriger ausfallen, wenn es zu einer starken Entkopplung von den OECD-Staaten kommt, im Vergleich zu einem Szenario ohne Entkopplung.

Eine neue Pandemie oder extreme Wetterereignisse im Zusammenhang mit dem Klimahandel könnten die Wirtschaft schwer schädigen. Auch ein Konflikt um Taiwan wäre verheerend.

Ein Leitartikel eines ungenannten Analysten, der in chinesischen sozialen Medien über 100.000 Mal aufgerufen wurde, bewertete Chinas Wachstumsaussichten bis 2030 und hob die Unabhängigkeitserklärung Taiwans und die damit einhergehende Invasion durch Festlandtruppen als “größtes externes Risiko im nächsten Jahrzehnt” hervor. Der Artikel kursierte in den vergangenen zwölf Monaten nach Russlands Invasion in der Ukraine.

Der Fall des Bullen: Wachstum über 5%

Chinas legitimes Ziel ist es, sein BIP von 2020 bis 2035 zu verdoppeln, was einem Wachstum von über 51 % über viele Jahre in diesem Jahrzehnt entspricht. Laut dem Modell von Bloomberg Economics könnte dies eine schnellere Öffnung nach der Covid-Pandemie erfordern, die eine raschere Wiederaufnahme von Reformen zur Folge hätte, wie beispielsweise die Anhebung des Rentenalters auf 2025 und die Einführung von Wohnsitzbeschränkungen in Großstädten.

Langfristig könnten Bemühungen zur Steigerung der Geburtenrate mithilfe von Vorschlägen für eine günstigere Kinderbetreuung und zusätzliche Leistungen für Eltern Früchte tragen, auch wenn die Auswirkungen unklar sind, außer dass Kinder in den 2040er Jahren in den Arbeitsmarkt eintreten werden.

Hinzu kommt die Dynamik, die entsteht, wenn Arbeitskräfte von der Produktion weniger komplexer Güter und Dienstleistungen zu nützlicheren wechseln – etwas, das China aufgrund seiner größten Produktionsbasis in der Region leichter fällt. Ein Indikator dafür ist der Economic Complexity Index des Growth Lab der Harvard University, der die Marktbreite von Produkten und Exporten analysiert. China ist innerhalb eines Jahrzehnts von Platz 24 auf Platz 17 aufgestiegen.

Die Idee dahinter ist, dass die Produktion einer großen Anzahl von Artikeln den Übergang zu komplexeren Produkten erleichtert. Laut einer Studie des Labors wird Chinas Komplexitätsgrad bis 2030 zu den am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften gehören – prognostiziert wird ein Wachstum von über 5,81 Billionen US-Dollar im darauffolgenden Jahrzehnt.

Einige Beispiele für die Komplexität: China verfügt mittlerweile über Dutzende global wettbewerbsfähige Biotechnologieunternehmen wie BeiGene, was vor zehn Jahren noch beispiellos war. Gleichzeitig haben Online-Videospielunternehmen wie Tencent und die Video-App TikTok erstmals auf der Weltbühne Erfolge erzielt. Chinesischsprachige Unternehmen sind führend im Bereich der Photovoltaik, einem der klaren Wachstumssektoren dieses Jahrzehnts.

Für Chinas langfristige Perspektiven mögen viele weitere Erfolgserlebnisse notwendig sein, aber kurzfristig kommt es vor allem auf zwei zentrale Herausforderungen an.

“Die Schlagzeilen können den Verlauf der Wachstumsverlangsamung entscheidend beeinflussen: Eine Abkehr von der ”Covid-Null“-Strategie und eine Stabilisierung des Immobilienmarktes könnten den kurzfristigen Boom ankurbeln”, so Chang und Zhu von Bloomberg Economics. „Noch wichtiger ist, dass dies, zusammen mit erneuten Bemühungen um Strukturreformen zur Steigerung von Produktivität und Beschäftigung, die größte Hoffnung auf eine langfristige Erholung des Wachstums auf dem Niveau vor der Pandemie bieten könnte.“.

Jéssica Esteves
Jessica Esteves
Ich bin Jéssica Esteves, eine Artikelautorin mit einem Abschluss in Journalismus seit 2021. Ich lebe in Itu, SP, und ich bin 28 Jahre alt. Ich arbeite mit Blogs, schreibe Texte über Technologie, Wohlbefinden und Lifestyle und versuche immer, einen Mehrwert für das Leben der Menschen zu schaffen. Meine Texte sind klar und verständlich, das Ergebnis gründlicher Recherche. Ich habe eine Leidenschaft für Katzen, die mir Inspiration und Freude bringen. Ich setze mich dafür ein, einen positiven Beitrag zur Online-Community zu leisten und Inhalte zu erstellen, die für meine Leser echte Werkzeuge der Transformation und des persönlichen Wachstums sind.