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Ein Jura-Professor, der sich angeblich als Justin Bieber ausgegeben hat, wird demnächst vor Gericht gestellt.
Einem ehemaligen Rechtsprofessor aus Queensland, der beschuldigt wird, sich online als Sänger Justin Bieber ausgegeben zu haben, um Kinderpornografie zu erhalten, wird in Kürze ein Verhandlungstermin wegen mehr als 200 Anklagepunkten zugewiesen.
Gordon Douglas Chalmers, 47, wurde im November 2016 verhaftet und wegen über 900 Sexualverbrechen an Kindern angeklagt. Sein Fall liegt nun vor dem Bezirksgericht Brisbane, und die Anklagepunkte wurden auf 202 reduziert.
Gordon Douglas Chalmers. Bildnachweis: ResearchGate
Dazu gehören 53 Anklagen wegen der Nutzung eines Transportdienstes zur Anbahnung sexueller Kontakte mit einem Kind, 68 Anklagen wegen der Nutzung eines Transportdienstes, um ein Kind zu sexuellen Handlungen zu verleiten, und 56 Anklagen wegen der Herstellung von Material zur Ausbeutung von Kindern.
Internationale Polizeibehörden alarmierten die Polizei von Queensland, die im November 2016 das Haus des damals 41-jährigen Mannes in Kenmore, südwestlich von Brisbane, durchsuchte.
Chalmers wird beschuldigt, sich als Bieber ausgegeben und über Facebook und Skype Kontakt zu Kindern aufgenommen zu haben. Es wird behauptet, die Kinder hätten sexuelle Handlungen zu seiner Befriedigung vorgenommen.
Seine Online-Aktivitäten wurden von der Bundespolizei in Deutschland und vom US-Heimatschutzministerium entdeckt.
Chalmers arbeitete als Rechtsprofessor an der Queensland University of Technology in Brisbane, aber in seinem Teamprofil heißt es jetzt: “Diese Person hat derzeit keine Position an der QUT inne.”.
Der Fall, der sich bereits seit über fünfeinhalb Jahren hinzieht, wurde am Freitag vor dem Bezirksgericht Brisbane erneut verhandelt. Chalmers wurde aus dem Gefängnis vor Gericht gebracht und vertrat sich selbst.
Er erwirkte eine Vorladung bei der Kommission für Kriminalität und Korruption, um die Akten des Falls herauszugeben. Außerdem geriet er mit mindestens einem Mitglied des Anklageteams in Streit und beantragte daraufhin die Aussetzung des Verfahrens.